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Pressemitteilung:

01. Juni 2017

Lisa Gnadl: CDU lässt Frauen in der Teilzeitfalle sitzen – Forderung nach Recht auf Rückkehr in Vollzeitbeschäftigung

Arbeitsrecht
Verärgert hat sich die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und frauenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion über die Weigerung der CDU gezeigt, Beschäftigten ein generelles Recht auf die Rückkehr von einer Teilzeit- in eine Vollzeitbeschäftigung einzuräumen. Damit lasse die Union Millionen von Frauen in der Teilzeitfalle sitzen, so Gnadl.

Sie sagte in der Plenardebatte des Hessischen Landtags an diesem Donnerstag: „Etwa 80 Prozent der mehr als elf Millionen Teilzeitbeschäftigten sind weiblich. Mehr als die Hälfte aller Mütter in Deutschland arbeitet Teilzeit. Aber selbst wenn diese Frauen wieder Vollzeit arbeiten wollen und können, beispielsweise, weil ihre Kinder schon größer sind, bleibt ihnen der Weg zu einer Vollzeitstelle versperrt. Sie sitzen in der Teilzeitfalle. Die Folgen sind verheerend: Geringerer Verdienst, keine Karrierechancen, geringere Renten bis hin zur Altersarmut.“

Dass die CDU den Gesetzentwurf von Arbeitsministerin Andrea Nahles für ein Rückkehrrecht in Vollzeit erst monatelang blockiert und schließlich ganz zum Scheitern gebracht habe, zeige erneut, dass die CDU selbst unter einer weiblichen Vorsitzenden für Frauen unwählbar bleibe, so die SPD-Politikerin. Gnadl sagte: „Die CDU entpuppt sich ein weiteres Mal als die Lobby-Partei der Arbeitgeber und erkennt nicht, dass angesichts des sich abzeichnenden Fachkräftemangels diese Position auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten fatal ist. Statt echte Verbesserungen für die mehrheitlich weiblichen Teilzeitbeschäftigten herzustellen, veranstaltet die Kanzlerin lieber glamouröse und völlig wirkungslose W20-Frauengipfel mit Königin Máxima und Ivanka Trump. Dabei müssten die Kanzlerin und ihre CDU inzwschen verstanden haben, dass öffentliche Showveranstaltungen kein Ersatz für wirksame Politik sind.“


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